Hippolit-Kirchengemeinde Amelinghausen

Programmvorschau



Freitag-Nacht-Konzerte  

Musik bei Kerzenschein


Hippolit-Kirche Amelinghausen

Programmvorschau 2018

 

Kerzenschein, außergewöhnliche Uhrzeit, Zeit zur Besinnung zum Wochenausklang, Musikalische Leckerbissen, Ohrenschmaus, Seele baumeln lassen, Genuss pur – dies alles bleibt.

Die Konzerte finden in den Sommermonaten 14tägig jeweils um 21.00 statt.

Ausnahme: Am 7.9. beginnen wir um 20.00Uhr!!!

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

 

29.6.   "Something else..."   Duo Friedrich & Dohrmann

Uwe Friedrich, Tenor- und Sopransaxophon, sowie Klarinette und Electronics und Martin Dohrmann, Gitarre und Loops haben sich 2009 zu einem Duo zusammen getan.

In ihren Kompositionen verbinden sich Jazz, Worldmusic, Funk, Rock, Latin und moderne Kammermusik zu einer außergewöhnlichen Musik jenseits der Kategorien.

Energiegeladene Grooves und virtuose Spielfreude, Melodien voller Poesie und Schönheit, Wildes und Zartes, Schräges und Traumhaftes - all das findet sich wieder in dieser Musik und lässt sie zu einem spannenden und ganz besonderen Hörerlebnis werden.

Dabei klingt dieses Duo immer auch nach mehr: live eingespielte Gitarrenloops, elektronische Soundeffekte und die unterschiedlichen Klangfarben der verschiedenen Holzblasinstrumente erzeugen verblüffend vielfältige und immer wieder neue Soundlandschaften.

Uwe Friedrich: studierte klassische Klarinette an den Musikhochschulen Mannheim und Hannover und Jazz mit dem Hauptfach Saxophon an der Hochschule für Künste in Bremen // Konzerte und Zusammenarbeit mit Bob Mintzer, Maria Schneider, Georgie Fame, Nils Wogram, Geir Lysne, Bigband Blechschaden, Norddeutsche Sinfoniker, Sinfonietta Concertante , als Support für Maria Joao, Take Six // Mitwirkung an Fernseh - Rundfunk - Theater und Musicalproduktionen (ZDF, NDR, SWF, Theater Neue Flora /Hamburg u.a.)

Martin Dohrmann: studierte Jazz / Rock / Pop - Gitarre an der "Hoogeschool voor de Kunsten" in Arnheim / Niederlande und an der Hochschule für Künste in Bremen // Konzerte und Zusammenarbeit mit Nils Landgren, Maria Schneider, Gustavo Bergalli, Rainer Tempel,  Bigband Blechschaden, mit Ashley Hicklin als Support für "Ich und Ich" / Mitwirkung an Theater - und Fernsehproduktionen  (ARD, ZDF, NDR u.a.)

 

13.7.  Wasser ist Leben – Programm zur Jahreslosung 2018

Wie in jedem Jahr präsentiert das Instrumentalduo „WindWood & Co“ mit Vanessa Feilen und Andreas Schuss ein musikalisch, literarisches Programm zur Jahreslosung. Diese steht für das Jahr 2018 in Offenbarung 21,6 und lautet: Gott spricht „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Auch diesmal hat das wasseraffine Musikerehepaar die Worte der Losung mit der Geschichte eines überaus bemerkenswerten Menschen aus dem biblischen Geschehen verknüpft: Nämlich mit dem Propheten Jona und seiner nicht ganz freiwilligen Reise in die Stadt Ninive.

„Jona ist ein bisschen wie wir alle“ stellt das Duo fest und beobachtet den Propheten, der sich mehr um sich selbst als um das Wohlergehen seiner Umwelt schert. In Zeiten des Klimawandels, wo der Meeresspiegel steigt und sauberes Trinkwasser immer rarer wird, ist Jona hochaktuell und geradezu brisant. Denn der Prophet muss im Sturm erleben, dass Wasser zwar keine Balken hat und deshalb für das Landwesen Mensch große Gefahren birgt, ein Leben ohne Wasser aber alles Leben bald vertrocknen lässt. Zum Glück ist die menschliche Unvernunft nicht das Ende der Geschichte...

Jonas Geschichte und die Botschaft der Jahreslosung führen uns Gott so vor Augen, wie er für manchen Atheisten oder Agnostiker zum Ärgernis wird: Ein Gott der Liebe, dem das Leben der Menschheit mehr am Herzen liegt, als die gerechte Strafe für den skrupellosen Umgang mit Natur und Kreatur. Dabei lässt die Bibel keinen Zweifel daran, dass Gott auch anders handeln kann, wenn das von ihm gesetzte Maß voll ist. Im biblischen Umfeld der Jahreslosung werden wir mit Schilderungen konfrontiert, die beängstigend sind. Und doch gilt für Menschen die Gott ernst nehmen die paulinische Erkenntnis: „durch Gottes Gnade bin ich was ich bin; und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen (nach Römer 8)“. Oder um Martin Luther zu Wort kommen zu lassen: „Nur durch die Gnade wird der Mensch vor Gott gerecht“.

Natürlich steht das Wasser auch bei der Musikauswahl im Fokus. Dabei blitzt der Humor der Musikanten für den Kenner in der Auswahl der Stücke auf. Neben eher Erwartbarem, wie dem Gospel wie „Wade in the water“ oder dem Sakropop Klassiker „Ins Wasser fällt ein Stein“ haben Feilen und Schuss auch eine instrumentale Bearbeitung von Schuberts Forelle“ oder ein Motiv aus Händels „Wassermusik“ und natürlich den Klassiker „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ ins Programm aufgenommen. Außerdem erklingen Eigenkompositionen aus der „Ocean Suite“ von Andreas Schuss sowie ein Medley mit bekannten Klezmermelodien.

Die instrumentale Vielfalt des Duos und besonders die Fähigkeit von Andreas Schuss gleichzeitig Panflöte, Piano und Pedalbass zu spielen, ist hinlänglich bekannt. Zum Instrumentarium von Vanessa Feilen hat sich mit der Chulmeau auch ein mittelalterliches Holzblasinstrument gesellt, das die bisherige Auswahl an „“WoodWind“-Instrumenten (Klarinette, Saxophone, Quer & Blockflöten) weiter ergänzt. Natürlich kommen auch Harfe, Kontrabass, Akkordeon, Gitarre und Percussion weiterhin zum Einsatz und garantieren ein abwechslungsreiches Klangerlebnis für die ganze Gemeinde.

 

27.7.  Gesprächskonzert Gitarre

Rüdiger Zieroth spielt auf der Konzertgitarre eine Zeitreise mit klangvollen Stücken aus fünf Jahrhunderten von der Renaissance bis zur brasilianischen Moderne. Anhand einer zweiten südspanischen Gitarre erklingen polyrhythmische Tänze aus Paraguay, Mexico und Argentinien.

In knappen Worten erzählt Rüdiger Zieroth über die Herkunft, Entwicklung und Verbreitung des Instrumentes. Das Publikum ist eingeladen, sich mit Fragen am Konzertgeschehen zu beteiligen.



10.8.    „Just for Fun“    Heideblech

 Ob die Posaunen von Jericho, die biblischen Engelstrompeten oder Siegfrieds Horn aus der Nibelungensage, immer wenn es in Geschichten imposant und ganz besonders werden soll, kommen Blechblasinstrumente zum Einsatz. Aber wie besonders wird es sein, wenn zehn Blechblasinstrumente zusammen kommen und gleichzeitig zum Klingen gebracht werden? Davon können sie sich im August selbst überzeugen, dann kommt das junge Ensemble „Heideblech“ zu Besuch und bringt die Instrumente zum Strahlen. Die Lehrer der Heidekreis-Musikschule aus Soltau bilden den Kern der neuen Formation und diese haben sich die besten Leute aus dem näheren Einzugsgebiet zusammengesucht und sind allesamt erfahrene und hochqualifizierte Musiker mit viel Erfahrung.  Mit diesem Projekt will die junge Truppe zeigen, wie viel Musik in der Lüneburger Heide steckt und aus Spaß an der Freude haben sie ein reizvolles Programm gestaltet. In der Besetzung mit 4 Trompeten, 4 Posaunen, einem Horn und einer Tuba spielt das Ensemble Werke, die sowohl für diese Besetzung komponiert wurden, als auch bearbeitete Werke alter Meister. Bei der „Hommage to the noble grapes“ von Geoff Richards werden verschiedene Weine musikalisch geehrt, dann klingt der Pilgerchor aus Wagners Tannhäuser und nach den „Three brass Cats“ in denen die Charaktere verschiedener Katzen vorgestellt werden, begleiten wir einen „Londoner in New York“, der die Sehenswürdigkeiten der amerikanischen Metropole besucht.

 

24.8.   „Musikalisches Abendbrot“

 Anna Terterjan, Sopran, Lisa Wulfes-Lange, Querflöte und Harald Wiesner Klavier und Orgel werden bekannte Werke alter Meister, wie zum Beispiel die Deutschen Arien von G.F. Händel zum Klingen bringen, sich aber auch mit den Komponisten Georges Hüe, André Caplet oder Leo Delibes in eher unbekannte Gewässer begeben. Lassen Sie sich überraschen mit ungewöhnlichen Titeln wie „Soir Paien“ (Abendbrot) oder „La Flute enchantée“ (Die verzauberte Flöte) und beobachten Sie, ob Sie die Bilder, die zum Titel des Werkes im Kopf herumgeistern, auch in der Musik wiederfinden.

Die in Duschanbe geborene Sängerin Anna Terterjan mit deutsch – armenischen Wurzeln absolvierte 2010 bei Friedrich von Mannsberg eine Ausbildung an der Sängerakademie Hamburg für Chorgesang und 2015 ihr Diplomstudium für Gesang bei Tanya Aspelmeier, Harry van der Kamp und Gemma Bertagnolli an der Akademie für Alte Musik der Hochschule für Künste Bremen.

Meisterkurse bei Prof. Charlotte Lehmann und Margreet Honig ergänzten ihre Ausbildung.

Anna Terterjan war bereits im Deutschlandfunk zu hören, verfolgt eine regelmäßige Konzert- und Bühnentätigkeit und debütierte an verschiedenen Bühnen auch außerhalb Deutschlands, wie in Luxemburg, Solec (Polen), Salzburg, Bogota und Brügge. 2012 gab die Künstlerin ihr Debüt am Theater Kiel als Klärchen in der Operette “Im weißen Rössl”.

Das Repertoire der Künstlerin reicht von der Frühbarockmusik über Operette bis zur romantischen Oper.

Lisa Wulfes-Lange absolvierte das Studium für Schulmusik und für Orchesterdiplom mit dem Hauptfach Querflöte an der Musikhochschule in Detmold. Sie ist freiberuflich solistisch und in verschiedenen Ensembles im In- und Ausland tätig. Im Jahr 1988 war Lisa Wulfes-Lange Mitglied des Braunschweiger Staatsorchesters, 1991 im Göttinger Symphonie Orchester. Zwei Jahre später konzertierte sie im Orchester der Berliner Bach Akademie. Lisa Wulfes-Lange unterrichtet an der Musikschule der Hansestadt Lüneburg und ist als Dozentin bei den Kammermusikkursen der „Jeunesse musicales“ Deutschland tätig. Seit 1987 aktives Mitglied der legendären Hamburger Streetband Tätärä. Seit 2015 ist sie aktives Mitglied des Querflötenorchesters der Deutschen Gesellschaft für Flöte.

Mitwirkung an Fernseh- und Rundfunkproduktionen von ARD, ZDF und Norddeutschem Rundfunk.

Harald Wießner studierte Klavier am Meistersinger – Konservatorium Nürnberg, später Kirchenmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth und an der Folkwang-Hochschule-Essen mit Abschluß des A-Examens.

Seit 1992 bis Anfang 2008 arbeitete er hauptberuflich als Kirchenmusiker. Seitdem ist er an der Sängerakademie in Hamburg und freiberuflich in verschiedenen Konstellationen tätig.

Zahlreiche Konzerte, CD- und Rundfunkaufnahmen führten ihn ins In- und Ausland.



7.9.    Beginn 20.00Uhr!!!

„Für das Leben“     Esther Bejarano & Microphone Mafia“

Vertreter dreier Generationen und dreier Religionen (Judentum, Christentum, Islam) machen gemeinsam Musik für ein friedliches Miteinander.

Das kommt nicht von ungefähr: Die gebürtige Saarlouiserin Esther Bejarano ist Zeitzeugin des Konzentrationslagers in Ausschwitz, wo ihr die musikalische Bildung als Tochter eines Oberkantors das Leben rettete. Weil sie viele Lieder kannte, durfte sie abends Schubert oder Mozart singen. Als Pianistin hatte sie sich mit Akkordeon einen wichtigen Platz im Mädchenorchester erarbeitet, obwohl sie dieses Instrument nie zuvor in der Hand gehabt hatte.

Sie hat Geschichte am eigenen Leib erlebt. Ihre und die Erfahrungen sogenannter „Jugendliche mit Migrationshintergrund“ sind der Stoff der Texte der Microphone Mafia, mit Sinn und Verstand getextet und eingerappt. Drei Generationen, die ihre kulturellen, menschlichen und persönlichen Ansichten und Gedanken in einem Schmelztiegel verschmelzen lassen und den Zuhörern ihre Sicht vom Leben vorstellen.

Die 93-jährige Esther Bejarano wird aus Ihrem Buch über ihr Leben lesen und im Anschluss wird gerappt, gemeinsam mit Ihrem Sohn Joram Bejarano und Kutlu Yurtseven. Die besondere Begegnung mit Esther Bejarano steht für die Ermutigung zur Zivilcourage junger und alter Menschen.